- KI macht ernst: Wer in Print & Packaging jetzt nicht umdenkt, verliert den Anschluss
- Digitalisierung als Basis – KI als Beschleuniger
- Large Language Models als Wendepunkt
- Use Cases aus der Branche: KI trifft Print & Packaging
- Fazit: Die Zukunft der Print- & Packaging-Industrie ist intelligent
- Von der Vision zur Umsetzung

KI macht ernst: Wer in Print & Packaging jetzt nicht umdenkt, verliert den Anschluss
Kaum eine Branche steht derzeit unter so starkem Transformationsdruck wie die Druck- und Verpackungsindustrie. Hohe Variantenvielfalt, kurze Lieferfristen, Materialkosten, Nachhaltigkeitsanforderungen und ein zunehmender globaler Wettbewerb verlangen neue Wege, um effizient, schnell und fehlerfrei zu produzieren.
Gleichzeitig öffnet sich ein enormes Innovationsfenster: Künstliche Intelligenz (KI) wird zum entscheidenden Faktor, um Komplexität beherrschbar zu machen, Wissen verfügbar zu halten und Prozesse intelligent zu automatisieren.
Digitalisierung als Basis – KI als Beschleuniger
Zu Beginn steht die grundlegende digitale Transformation: analoge Informationen werden in ein digitales Format überführt, um sie schneller bearbeiten, speichern, analysieren und in automatisierte Prozesse einbinden zu können.
Erst auf dieser Grundlage wird möglich, was heute in der Branche sichtbar wird: Maschinen, Bots und Software treffen Entscheidungen, die früher ausschließlich Menschen vorbehalten waren – und das schneller, präziser und jederzeit verfügbar.
Microsofts Plattform Azure liefert dafür die technologische Basis. Viele Druck- und Verpackungsbetriebe setzen bereits auf Services wie:
- Conversational AI (z. B. Bots im Service)
- Anomaly Detection für Qualitäts- und Maschinenüberwachung
- Azure Machine Learning für Forecasting, Predictive Maintenance oder optimierte Produktionsplanung
Mit dem Aufkommen großer Sprachmodelle (LLMs) kommt jetzt eine völlig neue Dimension hinzu.
Large Language Models als Wendepunkt
Assistenten und Chatbots wie Microsoft Copilot, ChatGPT und COSMO Parrot verwenden LLMs wie GPT-5 um Sprache, Bilder und Kontext so tiefgreifend verstehen, analysieren und verwenden zu können, wie es bisher nicht möglich war.
Der große Vorteil: Sie lassen sich exakt auf eine Datenbasis trainieren – z. B. Zolltarifnummern, ECMA-Codes oder Ersatzteilkataloge – und liefern Antworten in natürlicher Sprache. Genau dieser Ansatz eröffnet konkrete Anwendungsfelder speziell für die Verpackungsindustrie.
Use Cases aus der Branche: KI trifft Print & Packaging
1. Zolltarifnummern automatisch finden
In der täglichen Praxis der Druck- und Verpackungsindustrie zeigt sich, wie stark künstliche Intelligenz bereits heute dazu beiträgt, komplexe Abläufe zu vereinfachen und Entscheidungen zu beschleunigen. Ein besonders anschauliches Beispiel dafür ist die automatisierte Ermittlung von Zolltarifnummern. Was bisher mühsam durch die manuelle Auswertung endloser Tabellen oder juristisch formulierter Klassifizierungstexte erfolgte, erledigt nun ein Large Language Model in Sekunden. Die KI analysiert die Beschreibung eines Produkts – sei es eine flexible Verpackung, eine Faltschachtel oder ein drucktechnisches Zubehörteil – und vergleicht diese mit der vollständigen Zolltarifdatenbank. Dabei versteht sie nicht nur Begriffe, sondern setzt Eigenschaften wie Material, Funktion, Maße oder Verwendungszweck intelligent in Beziehung zueinander. Das Ergebnis ist eine sortierte Liste wahrscheinlicher Tarifnummern samt Begründung. Was früher viel Erfahrung oder langes Recherchieren erforderte, wird heute zu einem sicheren, schnellen und nachvollziehbaren Prozess.
2. ECMA-Code-Erkennung direkt in Teams
Ebenso deutlich zeigt sich das Potenzial von KI bei der Erkennung von ECMA-Codes für Faltschachteln, einer entscheidenden Grundlage für Kalkulation, Konstruktion und Produktionsplanung. Statt in umfangreichen Katalogen zu blättern oder sich durch Varianten zu vergleichen, reicht inzwischen ein Foto der Verpackung aus. Die KI liest daraus Formmerkmale wie Laschenkonfigurationen, Klebarten oder Öffnungsmechanismen aus und gleicht diese mit dem ECMA-Standard ab. Besonders effizient wird dieser Ansatz durch die Integration in Microsoft Teams: Mitarbeitende können innerhalb ihres gewohnten Arbeitsumfelds Beschreibungen teilen, Fotos hochladen und unmittelbar den passenden ECMA-Code erhalten – inklusive Verlinkung in technische Dokumentationen oder ERP-Prozesse. So wird aus einer traditionell sehr manuellen Aufgabe ein nahtloser digitaler Arbeitsschritt, der Fehler reduziert und die Produktanlage deutlich beschleunigt.
3. Ersatzteil-Erkennung im technischen Service
Noch eindrucksvoller wird der Nutzen von KI in der Wartung und Instandhaltung von Maschinen sichtbar. Die Identifikation von Ersatzteilen war lange eine Herausforderung – vor allem dann, wenn Techniker vor einer geöffneten Maschine standen und zwar das defekte Teil sahen, aber nicht sofort wussten, welches konkrete Ersatzteil aus dem Lager benötigt wurde. Durch KI-gestützte Bilderkennung lassen sich heute selbst unscheinbare Bauteile wie Dichtungsringe, Klammern oder Führungen allein anhand eines Fotos eindeutig zuordnen. Die KI erfasst Dimensionen, Materialbeschaffenheit oder Farbnuancen und übersetzt alles in eine präzise textliche Beschreibung. Ein LLM vergleicht diese anschließend mit dem Ersatzteilkatalog des Unternehmens und liefert eine Trefferliste inklusive Wahrscheinlichkeit, Artikelnummer, Lagerplatz, Bestand und Preis. Der Mitarbeitende kann daraufhin direkt einen Umlagerungs- oder Bestellprozess im ERP anstoßen. Was früher viel Abstimmung und Zeit kostete, wird so zu einem schlanken, zuverlässigen Workflow, der Maschinenstillstände reduziert und Serviceeffizienz deutlich steigert.
Fazit: Die Zukunft der Print- & Packaging-Industrie ist intelligent
Die Kombination aus Digitalisierung, KI und branchenspezifischer Prozesskompetenz schafft einen echten Wettbewerbsvorteil. KI ist kein Trend, sondern eine Wende – vergleichbar mit der Einführung von Google für die Websuche.
Wer jetzt handelt, automatisiert nicht nur Aufgaben, sondern stärkt seine Marktposition nachhaltig.
Von der Vision zur Umsetzung
COSMO CONSULT begleitet die Branche seit vielen Jahren mit der ERP-Lösung COSMO Print & Packaging. Die Kombination aus Microsoft Dynamics 365 und branchenspezifischer Expertise bildet das Rückgrat für digitale, durchgängige Prozesse – von der Angebotskalkulation über Produktionsplanung bis hin zum Qualitätsmanagement.
Mit dem wachsenden Portfolio an KI-basierten Lösungen geht COSMO CONSULT jetzt den nächsten Schritt, und zwar mit dem AI Pathfinder – ein Tool für die automatisierte KI Use-Case-Entwicklung.
Viele Organisationen wissen, dass KI enormes Potenzial hat – aber nicht, wo sie sinnvoll beginnen sollen. Der Pathfinder analysiert vollautomatisch die Unternehmenswebsite, erkennt Geschäftsmodelle, Produkte und Zielgruppen und leitet daraus konkrete Vorschläge für passende KI-Projekte ab. Über eine Chatoberfläche können Anwender gezielt nach Chancen, Anwendungen oder Innovationsfeldern fragen und erhalten Vorschläge, die auf realen Daten basieren. Damit wird die erste, oft schwierigste Phase jedes KI-Vorhabens – die Ideenfindung – deutlich erleichtert. Unternehmen erhalten eine inspirierende, gleichzeitig realistische Grundlage für Workshops, Priorisierungen und Roadmaps, ohne zunächst umfangreiche Analysen durchführen zu müssen – komplett automatisiert, kostenlos und individuell.
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