Business Central in der Cloud: Fünf Mythen im Faktencheck

Lesedauer: 
0 Minuten
Datum: 
29.10.2026
Von 
Holger Schüler
Inhaltsverzeichnis

Business Central in der Cloud: Was ist dran an den Mythen?

„Unsere Daten bleiben besser im eigenen Haus.“ „Die Cloud wird auf Dauer zu teuer.“ „Und was passiert mit unseren Anpassungen?“ Wenn Unternehmen über den Wechsel zu einem Cloud-ERP nachdenken, kommen solche Fragen schnell auf den Tisch. Verständlich: Es geht um sensible Geschäftsdaten, eingespielte Abläufe und eine Investition, die sich langfristig auszahlen soll. 

Microsoft Dynamics 365 Business Central bringt vieles mit, was kleine und mittlere Unternehmen für ihr Wachstum brauchen: flexible Erweiterungsmöglichkeiten, die native Integration in die Microsoft-Lösungswelt und eine zentrale Datenbasis. Trotzdem halten sich Vorbehalte gegenüber Sicherheit, Kosten und Implementierung. Welche Bedenken sind berechtigt, und welche beruhen auf überholten Vorstellungen? Wir nehmen die häufigsten Cloud-Mythen unter die Lupe. 

Mythos 1: „Business Central in der Cloud ist nicht sicher“

Die Realität: 

Die eigenen Server stehen nur ein paar Türen weiter – das gibt ein Gefühl von Kontrolle. Doch für die Sicherheit Ihrer Daten zählt, wie zuverlässig Systeme geschützt, überwacht und aktualisiert werden. Das verlangt Zeit, Fachwissen und Ressourcen. 

Business Central wird auf der Microsoft Azure-Infrastruktur betrieben und profitiert von umfassenden Sicherheitsmaßnahmen und zertifizierten Betriebsprozessen. Dazu gehören automatische Backups, die Verschlüsselung Ihrer Daten bei der Übertragung und Speicherung (End-to-End) sowie eine gezielte Steuerung der Zugriffsrechte: Sie legen fest, wer welche Daten sehen und bearbeiten darf. 

Das schafft eine starke Grundlage für Sicherheit und Compliance. Für einen DSGVO-konformen Einsatz bleiben auch Ihr Unternehmen und seine Prozesse gefragt – etwa bei der Vergabe von Berechtigungen und beim Umgang mit personenbezogenen Daten. 

Mythos 2: „Cloud-ERP ist auf lange Sicht teurer“

Die Realität: 

Die monatliche Abonnementgebühr ist schnell zusammengerechnet. Aber haben Sie bei Ihrer eigenen ERP-Infrastruktur auch Strom, Wartung, Hardware-Ersatz und die Arbeitszeit Ihres IT-Teams berücksichtigt? Erst der Blick auf die Gesamtbetriebskosten (TCO) zeigt, welches Modell für Ihr Unternehmen wirtschaftlicher ist. 

Bei Business Central in der Cloud entfallen große Vorabinvestitionen in eigene ERP-Server und unbefristete Kauflizenzen. Microsoft übernimmt den technischen Betrieb und stellt Updates bereit. Das entlastet Ihre IT und macht Kosten besser planbar. Aufwände für die Migration, Betreuung und das Prüfen Ihrer Erweiterungen können weiterhin anfallen. 

Auch bei der Lizenzierung bleiben Sie flexibel: Ändert sich Ihr Bedarf, können Sie die Anzahl der Benutzerlizenzen im Rahmen Ihrer Vertragsbedingungen anpassen. So kann die Cloud langfristig günstiger sein – entscheidend sind Ihre Ausgangssituation und die tatsächliche Nutzung.

Mythos 3: „Cloud-ERP ist nicht anpassbar“

Die Realität: 

Ihr Unternehmen hat eigene Abläufe, gewachsene Prozesse und besondere Anforderungen. Die sollen natürlich auch in der Cloud ihren Platz haben. Dynamics 365 Business Central bietet dafür verschiedene Anpassungs- und Erweiterungsmöglichkeiten. 

Über AppSource finden Sie fertige Erweiterungen für zahlreiche Branchen und Aufgaben. Individuelle Funktionen lassen sich mit sogenannten Per-Tenant Extensions (PTEs) ergänzen, während APIs die Anbindung anderer Anwendungen ermöglichen. Mit Low-Code-/No-Code-Werkzeugen können Sie außerdem eigene Workflows gestalten und Berichte an Ihren Informationsbedarf anpassen. 

Auch Ihre vertrauten Anwendungen bleiben eingebunden: Die Integration mit Microsoft 365 – etwa Excel, Teams und Outlook – sowie der Power Platform mit Power BI und Power Automate unterstützt die Zusammenarbeit und erweitert Ihre Analyse- und Automatisierungsmöglichkeiten. Welche Einrichtung dafür nötig ist, hängt von Ihren Anforderungen ab. 

Mythos 4: „Die Umstellung auf die Cloud ist schwierig und riskant“

Die Realität: 

Was passiert mit unseren Daten? Funktionieren unsere Anpassungen weiter? Und kann unser Team während der Umstellung wie gewohnt arbeiten? Ein ERP-Wechsel wirft viele Fragen auf. Mit einer sorgfältigen Vorbereitung und erfahrenen Partnern lassen sich die Risiken jedoch gezielt reduzieren. 

Microsoft und COSMO CONSULT unterstützen den Übergang zu Business Central in der Cloud mit Migrationstools und bewährten Vorgehensweisen. Das gilt für bestehende Microsoft-Lösungen wie Dynamics NAV oder Business Central On-Premises ebenso wie für die Übernahme von Daten aus Nicht-Microsoft-Anwendungen. 

Entscheidend ist ein Plan, der zu Ihrem Unternehmen passt: Welche Daten sollen mitgenommen werden, welche Anpassungen sind nötig und wann ist der richtige Zeitpunkt für den Wechsel? Je nach Ausgangssituation kann die Einführung schrittweise erfolgen. Tests und die rechtzeitige Vorbereitung Ihrer Mitarbeitenden helfen dabei, die Auswirkungen auf den laufenden Betrieb möglichst gering zu halten.

Mythos 5: „Ein SaaS-ERP lässt sich nicht mit Anwendungen von Drittanbietern verbinden“

Die Realität: 

Ihr CRM, der Onlineshop oder die Fertigungssoftware sollen auch nach dem Cloud-Wechsel mit Ihrem ERP zusammenspielen. Dynamics 365 Business Central bietet dafür ein offenes Ökosystem mit verschiedenen Integrationsmöglichkeiten – für Anwendungen in der Cloud ebenso wie für Systeme, die Sie vor Ort betreiben. 

Standardisierte REST-APIs ermöglichen den Datenaustausch mit externen Anwendungen. Über Power Automate und Azure Logic Apps stehen außerdem vorgefertigte Konnektoren für zahlreiche Dienste zur Verfügung. Erweiterungen aus AppSource, dem Microsoft-Marktplatz, können zusätzliche Funktionen und Schnittstellen ergänzen. 

Die Integration mit Microsoft 365 und der Power Platform unterstützt zudem benutzerdefinierte Workflows und interaktive Berichte. Für weitergehende Anforderungen lassen sich Azure-Dienste nutzen, etwa um zusätzliche Datenquellen, EDI-Lösungen oder andere Plattformen anzubinden. Welche Schnittstellen und Einrichtungsschritte Sie dafür brauchen, hängt von den beteiligten Systemen und Ihren Geschäftsprozessen ab.

Welche Fragen haben Sie noch zur Cloud?

Sie überlegen, ob Business Central in der Cloud zu Ihrem Unternehmen passt? Sprechen Sie mit uns über Ihre Abläufe, Anforderungen und Bedenken. Gemeinsam finden wir heraus, welche Möglichkeiten sich für Sie bieten und wie Ihr nächster Schritt aussehen kann.

Kontakt unseres COSMOnauten

Von Holger Schüler

Inspire to change. Holger ist begeisterter SaaS-Überzeugungstäter und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Vorteilen dieses innovativen Betreibermodells und dem Weg in die Cloud.

Fündig geworden?

Starten Sie jetzt Ihre intelligente Suche

Business Central in der Cloud: Fünf Mythen im Faktencheck