SAP BW End of Life 2027: Ihr Weg zur Migration nach Microsoft Fabric

Lesedauer: 
0 Minuten
Datum: 
28.08.2026
Von 
Liliya Razova
Inhaltsverzeichnis

2027 endet die Wartung für SAP BW 7.5. Erfahren Sie, wie die Migration zu Microsoft Fabric vom Assessment über den PoC bis zum Betrieb gelingt. 

Was bedeutet das SAP BW End of Life 2027 für mein Unternehmen?

Für viele Unternehmen ist SAP BW seit Jahren ein fester Bestandteil der Reporting- und Analytics-Landschaft. Das SAP BW End of Life 2027 betrifft deshalb nicht nur die IT, sondern die gesamte Daten-, Reporting- und Analytics-Architektur: Die Wartung für SAP BW 7.5 läuft Ende 2027 aus. 

Mit SAP BW verschwindet nicht nur ein System, sondern häufig eine über Jahre gewachsene Analytics-Struktur. Extraktoren, Transformationen, InfoProvider und ABAP-Logiken verlieren ihre Wartungsgrundlage. Damit verliert auch ein Teil der Reporting-Landschaft sein Fundament. 

Das Wartungsende ist eine Gelegenheit, historisch gewachsene Strukturen zu überprüfen, Abhängigkeiten zu reduzieren und die Architektur neu auszurichten. 

Eine mögliche Zielplattform ist Microsoft Fabric. Als SaaS-Lösung führt sie Datenintegration, Lakehouse, Data Engineering, Real-Time Analytics, Power BI und KI auf einer Plattform zusammen und ermöglicht Self-Service für die Fachabteilungen. Somit schafft Microsoft Fabric eine konsistente, gut strukturierte und governance-fähige Datenbasis. Diese ist nicht nur für zuverlässiges Reporting entscheidend, sondern auch eine wichtige Voraussetzung für den gezielten Einsatz von KI. Nur wenn Daten auffindbar und im richtigen Kontext verfügbar sind, können KI-Anwendungen belastbare Ergebnisse liefern. 

Wann lohnt sich ein Wechsel zu Microsoft Fabric?

Microsoft Fabric bietet Unternehmen weit mehr als eine moderne technische Plattform für Reporting und Datenintegration. Der Wechsel lohnt sich insbesondere dann, wenn Daten künftig nicht nur rückblickend ausgewertet, sondern als Grundlage für bessere Entscheidungen und neue Geschäftspotenziale genutzt werden sollen. 

Mit Microsoft Fabric lassen sich SAP- und Non-SAP-Daten in einer zentralen, skalierbaren Datenplattform zusammenführen. Dadurch entsteht eine verlässliche Basis für Reporting, Planung und Analytics sowie für weiterführende Anwendungsfälle wie Predictive und Prescriptive Analytics. Unternehmen können Muster und Zusammenhänge erkennen, Entwicklungen prognostizieren und daraus konkrete Handlungsempfehlungen ableiten.

Was sind die Vorteile von Microsoft Fabric im Detail?

Integration von SAP- und Non-SAP-Daten

Flexible Zusammenführung unterschiedlichster Datenquellen in einer einheitlichen, offenen Plattform.

Self-Service Analytics für Fachbereiche

Direkter Zugriff auf Daten und Analysen ohne Abhängigkeit von zentralen IT-Prozessen.

Von der Rückschau zur vorausschauenden Steuerung

Auf Basis aktueller und historischer Daten können Unternehmen Prognosen erstellen, Szenarien bewerten und datenbasierte Handlungsempfehlungen ableiten.

Zentrale Datenbasis für Reporting, Planung und Analytics

Konsistente Kennzahlen, Modelle und Datenstrukturen über alle Anwendungsbereiche hinweg.

Nahtlose KI-Integration

Unterstützung bei Datenanalyse, Code-Generierung und Auswertung direkt innerhalb der Plattform durch MS Copilot.

Governance, Security & Compliance

Abbildung Ihrer Governance-Richtlinien direkt in Microsoft Fabric oder über Integration von Microsoft Purview.

Microsoft Fabric lohnt sich besonders für Unternehmen, die ihre bestehende Analytics-Landschaft erweitern oder modernisieren möchten und dabei auf Integration, Flexibilität und KI-Fähigkeit setzen. 

 

Wie läuft die Migration zu Microsoft Fabric ab?

Anders als bei einem klassischen „Lift & Shift“ lassen sich Datenmodelle, Transformationen und ABAP-basierte Logiken nicht einfach nach Microsoft Fabric übertragen. Stattdessen werden bestehende Datenstrukturen, Prozesse und Fachlogiken analysiert, bewertet und für eine moderne Datenarchitektur neu aufgebaut. 

Vor der Migration: Die Architektur neu denken 

Bevor die technische Lösung analysiert wird, kann es sinnvoll sein, die bestehende Datenarchitektur grundsätzlich zu hinterfragen und im Zuge der Migration neu zu denken. Ein Data Strategy Assessment von COSMO CONSULT bietet dafür einen möglichen Ausgangspunkt. Es hilft dabei, nicht ausschließlich von den Strukturen der bestehenden SAP-BW-Lösung auszugehen, sondern zunächst die übergeordnete Datenstrategie sowie die konkreten fachlichen und technischen Datenanforderungen zu betrachten. 

Auf dieser Grundlage lässt sich bewerten,

  • welche bestehenden Komponenten weiterhin benötigt werden,
  • welche Logiken modernisiert oder neu entwickelt werden sollte
  • und wie eine zukunftsfähige Architektur in Microsoft Fabric aussehen kann.

So entsteht die Möglichkeit, technische Altlasten nicht unreflektiert zu übertragen, sondern die Zielarchitektur gezielt an den zukünftigen Anforderungen auszurichten. 

Wie kommen meine SAP-Daten nach Microsoft Fabric? 

Fabric bietet moderne Integrationsansätze, um die Daten aus SAP verfügbar zu machen: 

  • Nutzung nativer SAP-Konnektoren und Replikationsszenarien für die Anbindung von SAP S/4HANA, ECC und weiteren Quellsystemen.
  • Nahezu Echtzeit-Datenintegration (Near Real-Time) über Replikation oder Change Data Capture (CDC), um Datenänderungen effizient in Fabric bereitzustellen.
  • Wiederverwendung bestehender Businesslogik über CDS Views und andere SAP-Artefakte, wo dies fachlich und technisch sinnvoll ist. 

Dadurch kann ein Teil der vorhandenen Logik erhalten bleiben, während gleichzeitig eine zukunftsfähige Architektur entsteht. 

Was ist eine Lakehouse-Architektur nach dem Medallion-Prinzip? 

Statt der klassischen BW-Schichten wird in Fabric meist eine Lakehouse-Architektur nach dem Medallion-Prinzip aufgebaut: 

  • Bronze: Rohdaten aus SAP und weiteren Quellsystemen
  • Silber: Bereinigte und harmonisierte Daten
  • Gold: Fachliche Modelle, KPIs und Reportingstrukturen 

     

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Das schafft Transparenz, bessere Datenqualität und maximale Flexibilität für Analytics- und KI-Anwendungen. 

Was passiert mit meinem ABAP-Code und den Transformationen? 

Ein wesentlicher Teil der BW-Ablösung besteht in der Neuentwicklung bestehender Transformationen. 

Typische Technologien in Fabric sind: 

  • SQL und Spark
  • Data Pipelines
  • Notebooks 

Vorhandene ABAP-Logik wird analysiert, in moderne Technologien überführt und häufig gleichzeitig vereinfacht oder optimiert. KI kann diesen Prozess unterstützen, die fachliche Validierung bleibt jedoch unverzichtbar. 

Wo liegen meine Kennzahlen in Zukunft? 

Kennzahlen, Hierarchien und Berechnungen werden nicht mehr im BW-System verankert, sondern in semantischen Modellen bereitgestellt. 

Das ermöglicht: 

  • Konsistente KPI-Definitionen
  • Höhere Wiederverwendbarkeit
  • Self-Service Analytics für Fachbereiche durch direkten Zugriff auf einheitliche, fachlich definierte Modelle
  • Einheitliche Auswertungen über alle Reports hinweg 

Wie stelle ich Governance und Compliance in Fabric sicher? 

Mit den neuen Möglichkeiten steigen auch die Anforderungen an Governance und Sicherheit. 

Wichtige Themen sind: 

  • Unternehmensinterne Governance-Richtlinien
  • Rollen- und Berechtigungskonzepte
  • Datenschutz und Compliance 

Diese Aspekte sollten nicht nachgelagert betrachtet werden, sondern integraler Bestandteil der Zielarchitektur sein. 

Wie COSMO CONSULT unterstützen kann

COSMO CONSULT begleitet Unternehmen ganzheitlich auf ihrem Weg von SAP BW zu Microsoft Fabric. Das Leistungsspektrum reicht von der Analyse der bestehenden BW-Landschaft über PoCs und die Migration bis hin zu Betrieb, Optimierung und Enablement.  

Eine mögliche Zusammenarbeit könnte wie folgt aussehen: 

Assessment & Roadmap 

  1. Analyse der bestehenden SAP-BW-Landschaft
  2. Aufnahme der fachlichen und technischen Anforderungen ausgehend von der neu gedachten Zielarchitektur   
  3. Definition der Zielarchitektur in Microsoft Fabric
  4. Erstellung einer Migrations-Roadmap inkl. Priorisierung

Proof of Concept (PoC) 

  1. Migration eines ausgewählten BW-Use-Cases
  2. Validierung von Datenqualität und Performance
  3. Test der SAP-Anbindung und Integrationsszenarien 

Migration & Modernisierung 

  1. Schrittweise Überführung von Daten, Logiken und Berichten
  2. Integration von SAP- und Non-SAP-Datenquellen
  3. Modernisierung statt reinem „Lift & Shift
  4. Aufbau einer skalierbaren Fabric-Plattform

Betrieb, Optimierung & Enablement 

  1. Go-Live und produktiver Betrieb
  2. Laufende Optimierung nach Bedarf
  3. Schulungen für Fachbereiche und IT  

Bei der Migration von SAP BW nach Microsoft Fabric geht es primär um den Aufbau einer modernen, offenen Datenplattform, die SAP- und Non-SAP-Daten zusammenführt, Self-Service Analytics ermöglicht und die Grundlage für KI-gestützte Anwendungsfälle schafft. 

Auf das SAP BW End of Life vorbereiten

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Von Liliya Razova

Liliya begleitet ihre Bestandskund*innen auf ihrer gesamten Data & Analytics‑Reise strategisch, engagiert und immer mit dem Blick dafür, was Unternehmen wirklich voranbringt. Sie unterstützt dabei, den Weg von manuellen Reports hin zu modernen, skalierbaren Analytics‑Lösungen zu gehen und datenbasierte Entscheidungen fest im Alltag zu verankern.

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