
Ski amadé
Wer im Wintersport ganz oben mitspielen will, braucht mehr als nur perfekt präparierte Pisten. In Ski amadé, einem der größten Skiverbunde Europas, gehören präzise Daten inzwischen zur unverzichtbaren Infrastruktur. Um das komplexe Geflecht aus, knapp 20 Bergbahngesellschaften und Millionen von Buchungsdaten beherrschbar zu machen, verabschiedete sich der Verbund von Excel-Akrobatik und setzte auf automatisiertes Reporting, Self-Service-Analysen und eine moderne Datenplattform. So entstand eine Lösung, mit der die Datenqualität optimiert wurde, sowie Mitarbeitende entlastet und Bergbahnen besser unterstützt werden.
Wenn sich rund 20 Bergbahngesellschaften der österreichischen Bundesländer Salzburg und Steiermark zu einem Verbund wie Ski amadé zusammenschließen, entsteht ein beeindruckender Platzhirsch. Mit bis zu 760 Pistenkilometern, zahllosen Abfahrten und einer Beförderungskapazität von bis zu 365.000 Personen pro Stunde zählt die Region zur Champions League des Wintertourismus. Im Winter verzeichnen die Regionen in Ski amadé jährlich rund 7,6 Millionen Übernachtungen und etwa 1,6 Millionen Gästeankünfte. „Hohe Qualität ist im Wettbewerb der Skigebiete ein entscheidender Faktor“, erklärt Daniel Wegscheider, Data Analyst bei Ski amadé. „Im Verbund mit anderen kann man den Menschen Pistenvielfalt, moderne Infrastruktur und abwechslungsreiches Hüttenambiente bieten“. Doch mit der Größe des Verbunds wächst auch die Komplexität. Das gilt besonders bei der Auswertung der vielen anfallenden Daten: So müssen zum Beispiel die Umsatzerlöse gerecht auf Liftbetreiber und Bergbahnen verteilt werden. Zudem erwarten die angeschlossenen Betriebe fundierte Zahlen, um ihr Geschäft rückblickend zu analysieren und Kapazitäten zu planen.
Bye bye Freestyle-Analytics
Ski amadé wertet hierfür vor allem Transaktionsdaten aus, die an Touch Points wie den Drehkreuzen der Lifte oder den Kassen vor Ort erhoben werden. Um ein vollständiges Bild zu erhalten, werden die internen Zahlen mit zusätzlichen externen Quellen angereichert. Dazu gehören Wetterdaten ebenso wie Ferienkalender aus den wichtigsten Zielmärkten. „Wie verhält sich der Gast bei verschiedenen Wetterlagen“, fragte sich Wegscheider. „Welchen Einfluss haben die Ferienkalender auf die Auslastung?“ Diese Überlegungen waren entscheidend, wie er erklärt, „nur war die hierfür nötige Datenaufbereitung viel zu aufwendig.“
Das lag vor allem an der heterogenen Datenwelt von Ski amadé. Informationen aus der Finanzbuchhaltung, Wetterdaten oder Ferienkalender mussten oft erst mühsam in Excel zusammengeführt werden, bevor man sie auswerten konnte. „Mit dem Start des Online-Ticketshops kamen moderne Verkaufsmodelle und ausgefeilte Rabattstrukturen hinzu, was die Komplexität weiter steigerte. Wir hatten es zuletzt mit vielen verschiedenen Reportingansätzen und Dateninseln zu tun“, erinnert sich Wegscheider. Das bedeutete einen hohen manuellen Aufwand und die stete Gefahr, Fehler zu machen. Gleichzeitig stiegen die Anforderungen im Verbund. Das betraf nicht nur die Detailtiefe der Reports, sondern auch deren Individualität und die Geschwindigkeit, in der sie bereitgestellt werden. Die vorhandene IT-Landschaft konnte dieses Tempo nicht mehr mitgehen.
Einfach mal ausprobiert
Vor diesem Hintergrund entschied sich Ski amadé, die Reporting-Struktur grundlegend zu modernisieren. Ziel war es, die zahlreichen Datenquellen zu bündeln, Datensilos abzubauen und das Berichtswesen effizienter zu gestalten. Ein „Single Source of Truth“ sollte entstehen – ein zentraler Speicherort mit verlässlichen Daten. Das Projektteam analysierte zunächst den Status quo der Datenquellen und Schnittstellen und erstellte einen ersten Anforderungskatalog. Das neue System sollte skalierbar und so einfach zu warten sein, dass es jederzeit beherrschbar bleibt.
Den Weg zur neuen Data & Analytics-Lösung fand Ski amadé fast spielerisch. „Wir hatten kein aufwendiges Auswahlverfahren und sind eher im Selbstversuch auf Power BI gekommen“, so Wegscheider. „Wir haben die kostenlose Desktopversion des Analysetools heruntergeladen und mit unseren Daten gefüttert. Und plötzlich standen wir mit einem Bein bereits im neuen Reporting-System.“ Power BI ist ausgesprochen leicht in Betrieb zu nehmen und lässt sich mit wenigen Handgriffen mit anderen Systemen vernetzen. „Das hat uns einfach überzeugt“, ergänzt er. Ein weiterer Pluspunkt: In der Microsoft Cloud sind Rechenleistung und Speicherplatz flexibel skalierbar, was perfekt zur geplanten Ausweitung des Reportings passte.
Viele Mitarbeitende hatten zudem Erfahrung mit Excel, sodass ihnen die Arbeit mit Power BI schnell vertraut vorkam. Und die große Power BI-Community gab Ski amadé die Gewissheit, Herausforderungen notfalls auch allein lösen zu können.
Chemie plus Fachwissen
Für die technische Umsetzung suchte Ski amadé einen Partner, der nicht nur technisches, sondern auch fundiertes, betriebswirtschaftliches Beraterwissen mitbringt. Am Ende fiel die Wahl auf COSMO CONSULT. Neben der fachlichen Kompetenz gab dabei vor allem die Chemie den Ausschlag, sagt Wegscheider: „Um ein solches Projekt zum Erfolg zu führen, sollte man nicht nur etwas von der Sache verstehen, sondern auch gut miteinander auskommen. Bei COSMO CONSULT hat alles gepasst.“ Zudem war dem Skiverbund wichtig, dass der Partner die Branche versteht und flexibel auf die Besonderheiten eingeht.
Dreamteam für Unternehmenszahlen
Das Projekt startete methodisch mit Fragebögen aus Microsoft Forms. Auf Basis der Erhebung beschrieb man gemeinsam die vorhandene Architektur und identifizierte erste Optimierungspotenziale. Im zweiten Schritt entstand daraus ein strukturierter Fahrplan.
Das Konzept sah vor, Power BI um Microsoft Fabric zu ergänzen. Die cloudbasierte Daten- und Analyseplattform führt alle relevanten Buchungs- und Bewegungsdaten aus Systemen wie SKIDATA oder Pimcore an einem Ort zusammen. Sie beseitigt so das Problem der vielen Dateninseln und ist als sogenannter „OneLake“ der ersehnte Single Point of Truth für Ski amadé.
Sorgfältig kuratierte Einladungen
Da nicht nur der Verbund selbst, sondern auch die Bergbahnen bzw. Partnerregionen einen direkten Zugang zu den Berichten und Dashboards erhalten sollten, gehörte das Berechtigungsmanagement zu den größten Herausforderungen des Projekts. „Schließlich mussten wir sicherstellen, dass jede Bergbahn nur mit ihren eigenen Zahlen arbeitet, sich aber gleichermaßen mit den verbundweiten Zahlen benchmarken kann“, erklärt Wegscheider. Gleichzeitig sollte der Zugriff so einfach sein, dass auch gelegentliche Nutzer damit ohne Schulung zurechtkommen. Darüber hinaus achtete man darauf, die Berichte auch für die mobile Nutzung auf Smartphones und Tablets zu optimieren, um maximale Flexibilität zu bieten.
Vom Schneepflug zum Pistenflitzer
Heute arbeiten etwa 40 Nutzer mit Power BI. Einen Großteil der Strukturen hat das Team von Ski amadé – nach Schulung durch COSMO CONSULT – selbst aufgebaut. Der hohe Nutzwert zeigte sich bereits nach der ersten Skisaison, sagt Daniel Wegscheider: „Was früher oft mehrere Stunden in der Woche kostete, läuft nun automatisiert im Hintergrund. Meist reichen wenige Handgriffe, um konkrete Analysen abzurufen.”
Dadurch kann sich das Ski amadé-Team wieder mehr mit der eigentlichen Analyse beschäftigen als mit mühsamer, manueller Datenaufbereitung. Automatisierte Berichte sorgen dafür, dass Auswertungen heute schneller und auf einer fundierten Basis vonstattengehen. Auch die strategische Planung profitiert: Trends werden besser sichtbar & können auf Basis der ergänzten Datenquellen tiefergehend evaluiert werden. Gleichzeitig stieg die Produktivität des Reportings. „Wir sind insgesamt viel effizienter. Weil die Daten bereits zentral aufbereitet sind, können wir auf neue Anforderungen schnell reagieren und ad-hoc-Fragen umgehend beantworten, selbst wenn die Themen kompliziert sind“, freut sich Daniel Wegscheider.
Gut für Bergbahnen
Auch die Bergbahnen profitieren vom neuen Service-Level: Über Self-Service-Dashboards können sie auf Basis der Vortagsdaten zum Beispiel analysieren, wie stark ihre Anlagen ausgelastet sind oder wie sich Besucherströme entwickelt haben. So erkennen Betreiber morgens auf einen Blick, wie sich der vergangene Tag gästemäßig dargestellt hat – auch relativ zu den Kennzahlen aus dem gesamten Verbund als Benchmark. Dies hat nicht nur zu einer höheren Partnerzufriedenheit geführt, sondern das kleine Team von Ski amadé in Spitzenzeiten auch spürbar entlastet. Konstruktives Feedback aus dem Verbund nutzt das Team, um Berichte und Dashboards weiter zu optimieren.
Blick über die Gipfel nach vorn
Nachdem das Reporting des Tagesgeschäft weitgehend automatisiert ist, rücken Prognosen stärker in den Fokus. „Wir wollen lernen, wie wir die zusätzlichen Daten und das gewonnene Wissen für eine noch bessere Planung der Skisaison nutzen können“, blickt Wegscheider voraus.
Die Zusammenarbeit mit COSMO CONSULT zahlt sich für Ski amadé aus: „Das Hauptprojekt haben wir gemeinsam sehr strukturiert umgesetzt. Wenn etwas nicht sofort lief, haben wir es nüchtern analysiert und eine passende Lösung gefunden.“ Seitdem hat sich eine strukturierte Arbeitsteilung etabliert: Während sich der Digitalisierungsspezialist um die Datentransformation und Integration neuer Datenquellen in Microsoft Fabric kümmert, gestalten Ski amadé & einzelne Partnerbergbahnen die individuellen Berichte und Dashboards selbst. So bleibt viel Wissen im Haus, während die technische Basis professionell gewartet wird. Mit dem Wechsel vom manuellen Reporting zur datengestützten Organisation hat Ski amadé nicht nur das Berichtswesen modernisiert, sondern auch die schwarze Analytics-Piste für künftige Ideen und Innovationen perfekt präpariert.
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